Wir über uns

Jeden Mittwoch Abend sind in der Weddinger Brüder-Grimm-Grundschule sinfonische Klänge zu hören: Von der Kakophonie des Instrument-Stimmens über den Kampf mit den Noten bis zur Proben-Endphase, wenn euphorische Schlussakkorde durchs ganze Treppenhaus schallen. Schon seit 15 Jahren versammeln sich im Neuen Kammerorchester Wedding knapp 40 Amateur-Musiker, um sich anspruchsvoller Musikliteratur zu widmen. Neben den Streichern gehört dazu noch eine wackere Bläsergruppe mit "großem Holz" und "kleinem Blech".

Die Mitglieder Das Ganze wäre natürlich nichts ohne "Herz und Kopf", Orchesterleiter Jürgen "Jöller" Peters, der in das Orchester höchste körperliche Anstrengung, schlaflose Nächte und das nötige Maß an Unnachgiebigkeit, aber auch Witz investiert. Seine Performance ist schließlich das i-Tüpfelchen jeden Konzertes. Weitere lebenswichtige "Organe" sind Konzertmeister Philipp Fuhrmann, Bläsertrainer Jochen Schneider und Cello-Stimmführerin Susanne Wohlleber - die Profis, die ihre Schäfchen nicht nur in Bezug auf Strichführung und Fingersätze im Griff haben.



Das NKW ist das große Kammerorchester der Musikschule Mitte, und so wundert es nicht, dass viele Mitglieder Schüler der Musikschule sind oder waren und schon eine "Grundausbildung" im Jugendorchester genossen haben. Aber auch Quereinsteiger sind immer willkommen, und so ist über die Jahre ein Haufen quer durch alle Altersgruppen entstanden, Abiturienten, Studenten und Berufstätige. Ein harter Kern ist schon von Anfang an dabei, der eine oder die andere hat zwischendurch auch mal das Instrument gewechselt. Ansonsten herrscht im NKW aber ein großes Kommen und Gehen und Wiederkommen. Und alle Interessierten sind herzlich eingeladen, einfach mal mitzuproben! Keine Angst, hier muss niemand allein seine Eignung unter Beweis stellen - bei uns heißt es nicht vorspielen, sondern mitspielen!

Auch die Geselligkeit kommt im NKW nicht zu kurz. Die Proben-Wochenenden vor den Konzerten stehen zum einen für Musizieren bis zur Blasenbildung, zum anderen aber für gegenseitiges "Beschnuppern", auch von Kind und Kegel, Spiel und Sport, je nach Jahreszeit Erfrischung im See (der obligatorisch in der Nähe ist) und feucht-fröhliche Abende mit jeder Menge Albernheit. Bei den berühmten PAFs, den "Planungs- und Analysefeten" nach den Konzerten, beweisen dann viele Mitspieler, dass ihre kulinarische Kunst dem musikalischen Talent in nichts nachsteht.

Musik Die musikalische Bandbreite ist im NKW sehr groß:
Wir lieben es ganz klassisch mit Beethoven und Mozart, schwitzen bei Bartòk und Dvořák, tanzen (im Geiste) zu Strauss und Piazzolla und wagen uns auch an unbekannte Werke. Solistenkonzerte gehören ebenso zum Programm wie Kooperationen mit Chor usw. Möglich ist fast alles, was Freude macht, herausfordert und zur Besetzung passt. Doch die wird notfalls auch passend gemacht. Manchmal wird es sogar orientalisch:
Als großes Ensemble "Kardes" spielt das NKW zusammen mit Sas-Spielern und Sängerinnen um Lehrer und Komponist Siddik Dogan türkische Lieder. Bei diesen Konzerten machen wir die für klassische Orchester eher ungewohnte Erfahrung, dass das Publikum voller Ekstase mitsingt und mitklatscht.

Aber auch sonst können wir in aller Bescheidenheit feststellen, dass wir bei den üblichen zwei Konzertprojekten im Jahr eigentlich immer eine ziemlich gute Stimmung produzieren und schon eine Fangemeinde aufgebaut haben, in der nicht alle mit Orchestermitgliedern verwandt sind.

Wer jetzt Lust bekommen hat, sich unseren bunten Haufen mal anzusehen: Das NKW freut sich immer über Zuwachs und netten Besuch. Also, bis zum nächsten Mittwoch!

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